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Galerie Straihammer und Seidenschwann zeigt ab 7.6.17:

Jenny Watson „Other Lives“ und „Am Rande des Etwas“von K.U.SCH. Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger

Mit der Ausstellung von Werken der australischen Biennale-Teilnehmerin Jenny Watson und der heimischen Künstlergruppe K.U.SCH. präsentiert die Galerie Straihammer und Seidenschwann ab 7. Juni 2017 zwei künstlerische Positionen zu Text und (Schrift)zeichen.

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Vernissage: 7. Juni 2017, 19.00 bis 21.00 Uhr
Eröffnung: Hartwig KnackRenate Krätschmer und Sito Schwarzenberger von K.U.SCH. werden anwesend sein
Ausstellungsdauer: bis 9. September 2017
Di – Fr von 12.00 bis 18.00, Sa von 11.00 bis 15.00
Ort: Galerie Straihammer und Seidenschwann, Grünangergasse 8/3, 1010 Wien, www.galerie-sunds.at

 

In ihrer nächsten Schau zeigt die Galerie Straihammer und Seidenschwann im charmanten „Kipferlhaus“ in der Wiener Innenstadt mit Arbeiten von K.U.SCH. Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger und der Australierin Jenny Watson zwei künstlerische Positionen, die sich mit dem Verhältnis von Kunst zu Text und (Schrift-) Zeichen auseinandersetzen. 

Jenny Watson

Inspiriert durch frühe Arbeiten des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Joseph Kosuth beschäftigte sich die 1951 in Melbourne geborene Jenny Watson seit Anfang der 1970er Jahre mit den Problemen der sinnlichen Wahrnehmung – der Realität, der Identität und der Definition des Gegenstandes. Spätestens seit 1993, als sie ihr Land auf der Biennale in Venedig repräsentierte, gehört Watson zu den international bekanntesten Künstlerinnen des australischen Kontinents. Das besondere an ihren Arbeiten ist die Kombination von Malerei, Text und Objekt, sowie das Zusammenspiel von Humor, Ironie und schlichtem aber einpräg­samem Sujet. Mit einfachsten Bestandteilen – ungrundierte Stoffe als Trägermaterial, male­risch rudimentär belassene Figuren und handgeschriebene kurze Texte – kreiert Watson in ihren figurativen Bildern komplexe Geschichten, die einerseits einen feministi­schen und sozialkritischen Anspruch erheben, andererseits immer auch tagebuchähnlich persönliche Einblicke zulassen und als selbstreferenziell interpretierbar sind.

Die gezeigten Arbeiten sind Bilder und Texttafeln, wobei die Verbindung von Text und Bild nur optisch zur Deckung zu kommen scheint. Weder illustrieren die Bilder die Texte, noch erklären diese die Bilder. Text und Bild weichen bei Watson so weit wie möglich voneinander ab. Watson ist einerseits mit Werken der Konzeptkunst ver­traut und will andererseits banale und persönliche Alltagsaspekte in ihre Kunst integrie­ren.

 

K.U.SCH. Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger

Der Mensch, eingebunden in die Natur und seine kulturelle Identität, gefangen in gesell­schaft­­lichen Normen und Zwängen, sie kritisierend oder radikal aus ihnen ausbrechend, ist seit jeher das bestimmende Thema im Schaffen der 1972 von Renate Krätschmer und Jörg Schwarzenberger (1943-2013) gegründeten Künstlergruppe K.U.SCH., der 2006 ihr Sohn Sito beigetreten ist. 

In einer Bodenarbeit, die sich zum Teil die Wand es Ausstellungsraums erobert, arrangiert Sito Schwarzenberger für diese Schau unterschiedlichste Zeichen, Symbole, Textfragmen­te und Fundstücke inhaltlich zu einem übergeordneten Ganzen. Ambivalentes, Assoziatives und Gegensätzli­ches gehören für K.U.SCH. grundsätzlich zueinander. Dinge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben bedingen einander doch in letzter Konsequenz. Hier schwingt der Gedanke des Gesamtkunstwerks mit, den K.U.SCH. seit jeher verfolgen: Die Verknüpfung von Kunst und Leben als Einheit.

Rhythmus, Dynamik und Bewegung sind konstitutive Merkmale der Zeichnungen und Objek­te Renate Krätschmers. Ihre Selbstporträts, mit dem Bleistift einmal chaotisch verdichtet, einmal zeichenhaft reduziert ausgeführt, gewähren vertrauliche Einblicke. Andere Blätter zeigen mit Farbstiften oder mit dem Pinsel kalligrafisch erfasste und rhythmisch bewegte Figurenkürzel, die die Künstlerin 2013 in einem Modell dreidimensional umgesetzt hat. Diese „Rhythmi­schen Gestikulationskürzel“ zeigen abstrahierte Bewegungen von Tänzern, die in einer würfelförmigen Anordnung kulissenhaft wie auf einer Theaterbühne gestaffelt hinterein­ander präsentiert sind. Beim Durchblicken der unterschiedlichen Ebenen ergeben sich je nach Perspektivwechsel mal räumliche Verdichtungen und mal offene Strukturen.

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KURZBIOGRAFIEN

Jenny Watson wurde 1951 in Melbourne, Australien, geboren. Sie absolvierte in Melbourne sowohl das Studium der Malerei als auch der Erziehungswissenschaften und stellte erstmals 1973 in ihrer Heimat aus. Seitdem zeigte sie ihre Werke in über 100 Einzelausstellungen in Australien, Europa, Indien, Neuseeland und den USA. 2017 etwa in Wien, Sydney und Reykjavík, Island. 1993 war sie Gast auf der Biennale in Venedig. Dazu kommen mehrere hundert Gruppen­aus­stellungen sowie Ankäufe in staatlichen und privaten Galerien auf der ganzen Welt. Aktuell lebt sie teils in Brisbane, Australien, teils in Europa. 

K.U.SCH. (1972 gegründet von renate Krätschmer Und Jörg SCHwarzenberger; seit 2006 mit Sito): Renate Krätschmer und Jörg Schwarzenberger wurden beide 1943 in Wien geboren, wo Jörg Schwarzenberger 2013 auch verstarb. Sito Schwarzenberger wurde 1976 in Graz geboren. K.U.SCH. leben und arbeiten in Wien und Krems.

Die Künstlergruppe versteht ihre interdisziplinäre Arbeit im Sinne eines erweiterten Kunst­begriffs und eines „konzeptionellen Dadaismus“. Ihr Œuvre umfasst Objektkunst, Raumin­stalla­tionen, Korrespondenzen im freien (natürlichen) Gelände, Interventionen im öffentlichen (urbanen) Raum, Filme, Texte, performative Arbeit in Richtung Gesamtkunstwerk bzw. einer spezifisch entwickelten Form von Prozessionstheater und im Weiteren von Laufstegtheater. Seit 1971 Kontakte zu Fluxus, Arte Povera und zur internationalen Mail-Art-Bewegung. Jörg Schwarzenberger war 1977 auch Mitbegründer der Stadtzeitschrift „Falter“. 

Zahlreiche Stipendien und Studienaufenthalte führten K.U.SCH nach Rom und Paliano in Italien, nach Japan, die Niederlande und Uruguay sowie ab 2004 immer wieder nach China. 

Das erste Prozessionstheater wurde 1988 für das erste Donaufestival in Krems realisiert, weitere folgten, u. a. 1992 für die Graphische Sammlung Albertina. Das „Laufstegtheater“ inszenierten K.U.SCH. 1996 auf der Donauinsel in Wien, 2000 auf Schloss Lengenfeld in Niederösterreich, im Kabelwerk in Wien und 2002 im Klangraum Krems. 2005 gab es das „Non-Stop-Shopping-Theater“ in der Fußgängerzone in Krems, 2009 „Funken Soundwhich“ am Wachtberg bei Gars am Kamp und die Performance „Feuchtgebiete“ zur Ausstellung „EVO-EVO“ im Künstlerhaus Wien. 2010 entstand die Performance „FLEXATIV“ begleitend zur „Waber Retrospektive und Weggefährten“ für das Leopold-Museum in Wien sowie zahlreiche ähnliche Projekte in Berlin, Wien und Niederösterreich. 

Ab 1970 zeigten K.U.SCH. ihre Arbeiten in Dutzenden Personalausstellungen und bei Ausstellungsbeteiligungen in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Taiwan, Berlin, Krakau, St. Pölten, Nanjing, Bejing, Tulln und Krems, so in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz, in der Wiener Secession, im Nanjing Shenghua Arts Center, und in der RCM Gallery of Nanjing in China, im Künstlerhaus Wien oder bei ZEITKUNST N.Ö. in St. Pölten. 

1995 erhielten K.U.SCH. den Würdigungspreis des Landes N.Ö. für Bildende Kunst

 

Presse-Fotos (Download):

Watson
     
 
     
     
     

 


 

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Ausstellungen Toni Stegmayer und Krasimira Stikar
27.4. bis 3.6.2017

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Sowohl Krasimira Stikar als auch Toni Stegmayer arbeiten inhaltlich mit dem facettenreichen Beziehungsgeflecht von Bewegung, Statik, Zeit und Raum.

 

Mental Rotation
Toni Stegmayer

Skulpturen

 

Die ausgestellten Steinskulpturen des im bayerischen Kiefersfelden ansässigen Bildhauers und Videokünstlers Toni Stegmayer thematisieren Wahrnehmung, Bewegung, Offenheit und statische Geschlossenheit. Beim Betrachten seiner kubischen, durch glatte Schnitte und unregelmäßige Bruchflächen charakterisierten Arbeiten der Serie „mental rotations“ stellt sich unvermittelt das Bedürfnis ein, die einzelnen Teile gedanklich in ihre mutmaßlich ursprüngliche Form zurückzuführen.


Die Skulpturen der zweiten ausgestellten Werkgruppe der „Konstellationen“, die sich aus seriellen Steinquadern und -stelen bilden und für jede Ausstellungssituation neu angeordnet werden können, erobern sich den Galerieraum in Form chaotisch angeordneter Anhäufungen, als symmetrisch organisierte Blöcke oder einzelne Stelen. Durch gezielt gesetzte Schnitte und kontrollierte Brüche im Material beugt Stegmayer die Massivität der Steinkuben und scheint sie damit aus der statischen Balance zu bringen.

 

Bewegung und Stillstand
Krasimira Stikar

Zeichnung und Installation

 

Krasimira Stikar, 1980 in Bulgarien geboren, absolvierte 2005 ihr Studium bei Peter Kogler an der Akademie der bildenden Künste Wien.


Stikar zeigt Arbeiten auf Papier, in denen sie Bewegungsabläufe in minimalistisch-konkreter Art und Weise als Bildsequenzen vorführt sowie kurze Videoanimationen, die in geometrisch reduzierter Manier das Themenspektrum Veränderung versus Stillstand und Innen versus Außen thematisieren. Zudem hat Stikar für die Ausstellung eine temporäre Wandmalerei realisiert, in der sie die Serie der „Shaped Canvases“ des US-amerikanischen Künstlers Frank Stella zitiert. Mittels einer linearen Formensprache konturiert und rhythmisiert die Künstlerin die solide Stirnwand des Galerie-Entrees, setzt sie durch Hinzufügen eines Wandsegments gleichsam in Bewegung und öffnet dadurch den Raum.

 

Vernissage: Mittwoch, 26.4.2017, 19 bis 21Uhr 
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien 

Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr 

Dauer: 27.4. bis 3.6.2017 

Kurator: Hartwig Knack, Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ersuchen herzlich um Ankündigung/ Berichterstattung!

Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at 
Pressefotos: Zur freien Verwendung ausschließlich im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellungen

 




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Ausstellungen Magnus Pöhacker und Anna Khodorkovskaya
9.3. bis 21.4.2017

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STANDPUNKTE
Magnus Pöhacker

Skulpturen

 

Magnus Pöhacker wurde 1967 in Innsbruck geboren. Er studierte von 1985 – 1991an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse für Bildhauerei bei Prof. Joannis Avramidis und schloss 1991 mit Diplom ab. 1991/1992 setzte er seine Studium der Medailleurkunst und Kleinplastik fort und begann sich mit Druckgraphik an der Meisterklasse für Druckgraphik bei Prof. Maximilian Melcher an der Akademie der bildenden Künste in Wien zu beschäftigen. Er ist seit 1991 freiberuflicher Bildhauer und Graphiker. In seiner Arbeit geht es um menschliche Körper, die der Zeit unterworfen sind, die sich bewegen, verändern oder mitten in der Bewegung verharren. Die Ausstellung STANDPUNKTE zeigt uns die narrativen Elemente in der Bildhauerei Wir finden Köpfe, Torsi und Körper, liegende, sitzende und stehende, bedrängte, einbeinige und stolze, nach unten gedrückte und aufrechte; wir finden runde und kantige Formen, glatte und rissige, Formen aus Beton oder Metall. Es ist, als ob der Künstler lange Reisen in die Ferne oder Nähe gemacht und uns nun behauene Bilder mitgebracht hätte. Köpfe, die sich aus ihren Sockeln herauswinden und sich über die Erde erheben; stolze, ruhige Köpfe Figuren, die schwerelos zu schweben scheinen, andere, die sich kaum oder nicht mehr erheben können, und wiederum andere, die in ihren Sockeln zu stecken scheinen, festgehalten von einer unsichtbaren Kraft. Magnus Pöhacker ist ein schweigender Künstler, umso beredeter sind die Titel seiner Werke wie etwa Blockhafter Torso, Überstreckter Kopf, Kleine Einbeinige, Kopfstele und vieles mehr. Jede Skulptur hat, je nach Beleuchtung und Blickwinkel, eine nahezu unendliche Fülle von Aspekten und Erscheinungsformen und erzählt uns Geschichten von Gefühlen, Freundschaften, Leidenschaften und den archaischen Rhythmen des Lebens und Sterbens, denen wir ausgesetzt sind.

 

 

Wächter 2012/2014, Bronze 3/3, H 207 cm

 

Kleiner gestürzter Falke, 2010 Bronze 3/3, H 30 cm

 

Starke Bewegung, 2000,
Bronze 3/6, H 38,5 cm

 

 

OVERFLOW
Anna Khodorkovskaya

Malerei

 

Wir alle versuchen, den lästigen „Mist“ des Alltags loszuwerden: Werbeprospekte, billige Zeitschriften, gebrauchte Verpackungen und alte, wertlose Dinge. Diese werden zwar von der Gesellschaft selbst produziert, werden aber als physischer und visueller Müll empfunden. Sie schreien danach, weggeworfen und vergessen zu werden. Für die Künstlerin Anna Khodorkovskaya findet sich im Abfall des Alltags manchmal Lohnendes. Sie sieht sich diese „Bruchstücke“, diese Fragemente näher an. Haben sie abgesehen von ihrer offensichtlichen Bedeutung noch eine andere Aussage? Gewöhnlich wird angenommen, dass Kunst und alltägliche Gegenstände verschiedenen Ordnungen angehören, und doch durch eine gemeinsame Distinktion verbunden sind. Kunst wird nicht einfach dadurch Teil des Alltags, dass über sie reflektiert wird, und das Einbeziehen von Kunst in den Alltag macht diesen nicht zu einer künstlerischen Praxis. Dieser Abstand zwischen den Künsten und dem Alltag ist der Ausgangspunkt dieser Arbeiten. Die Reduktion der semantischen Funktion von Materialien, deren ursprünglicher Zweck es war, als Informationsmedien zu dienen, ermöglicht es, die Aufmerksamkeit auf ihre visuellen und emotionalen Komponenten zu fokussieren. Diese Bilder, die manchmal noch erkennbar, manchmal zu völlig abstrakten Kompositionen ausgestaltet sind, funktionieren in der Sprache unserer Alltagsästhetik und lösen die Unterscheidung zwischen Kunst und Alltag auf, werden dadurch zu einem Weder-Noch, bilden den Horizont eines Augenblicks der Neutralität, der auf das Dazwischen seiner konstituierenden Elemente angewiesen ist und sich doch deutlich von seinen Komponenten unterscheidet.

 

 

Untitled, aus der Serie Bruchstücke, 2016, 70 × 110 cm

 

Untitled, aus der Serie Bruchstücke, 2016, 70 × 110 cm

 

Untitled, aus der Serie Bruchstücke, 2016, 70 × 110 cm

 

Vernissage: Mittwoch, 8.3.2017, 19 bis 21Uhr
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien

Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr 

Dauer der Ausstellungen:9.3. bis 21.4.2017

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ersuchen herzlich um Ankündigung/ Berichterstattung!

Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
Pressefotos: Zur freien Verwendung ausschließlich im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellungen

 

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Ausstellungen Judith Saupper
19.01.2017 - 04.03.2017

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Judith Saupper
möglichkeit erinnerung

1975 FELDKIRCH VORARLBERG, AT

2004 DIPLOM BÜHNEN-& FILMGESTALTUNG UNIVERSITÄT FÜR ANGEWANDTE KUNST WIEN

LEBT UND ARBEITET IN WIEN UND NIEDERÖSTERREICH, AT

 

Das Projekt Heute: nicht mehr beschäftigt sich mit dem Thema Zeit und ihren Speicher- und Darstellungsformen. Es teilt sich in drei Werkreihen auf (Strahler # 1-8, Zeitraffersternbild #1-4, Heute: nicht mehr), die sich inhaltlich mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft auseinandersetzen. Die Eigenschaften der körperlosen Zeit werden dargestellt: nunc stans, das stehende Jetzt; die Zeit als nicht linearer Prozess, sondern als räumliches Geflecht mit Sprüngen und Rissen, Falten und Dehnungen. Was wenn die Zeit nur eine Idee ist? Ihre Überwindung nur eine ungeheure Kraftanstrengung bedeuten würde?

 

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Zeitraffersternbild #4(Al Kaphrah)
collagierte Zeichnung, Printpapiere, Tusche, Tinte, Filzstift, auf Papier, 70 x 120cm, 2016

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strahler 7/2256

45 x 30cm, digitaldruck auf Dibond, 2016

 

 

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Ausstellungen Joachim Hoffmann und Florian Raditsch
1.12.2016 – 14.1.2017

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lichtungen
Joachim Hoffmann

Skulpturen

 

1961 in Trier, Deutschland, geboren

1983–87 Studium der Bildhauerei in Wien

 

Die Arbeiten von Joachim Hoffmann entstehen in einem offenen Arbeitsprozess, in dem sich aus der groben Idee eine Form entwickeln kann. Zu Beginn steht ein intuitives Wissen um die

Form, das Ergebnis bleibt bis zuletzt offen. Besonders stark tritt das bei  seinen glatten ästethisch geschwungenen Kunstharzobjekten zum Tragen. Die Skulpturen können umgearbeitet oder im äußersten Fall verworfen werden. 

Ein zweiter wesentlicher Aspekt im Schaffen von Joachim Hoffmann ist das Experimentieren mit den Grenzen des Materials, vor allem bei den mit zahlreichen Durchbohrungen bearbeiteten Steinen. Alle Skulpturen sind von einer Grunddynamik von Bewegung und Gegenbewegung charakterisiert. Die Form der Skulptur lässt sich schwer festmachen, durch jede Blickposition auf die Skulptur bekommt die Oberfläche eine andere Richtung. Der Betrachter wird aufgefordert loszulassen, den eben gewonnen Eindruck infrage zu stellen und sich neuen Eindrücken zu überlassen.

Dazu der Künstler: „Die Prozesshaftigkeit an der Arbeit ist das Spannende für mich, auch weil es ein Paradoxon darstellt, diese in einem festen Material wie Stein um zu setzen.“

Joachim Hoffann lebt und arbeitet in Ottenthal, Niederösterreich und Wien.

 

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turnaround 8, Acrylharz

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transit 2, 2011, Krastaler Marmor,

48 x 22 x 22 cm

 

 

DEFINITION BEYOND NOW
Florian Raditsch

Zeichnungen

 

1987 Geboren in Fresno, Kalifornien

2002 – 2004 Fresno City College Art Department, in Fresno, Kalifornien

2006 –Santa Fe University of Art and Design in Santa Fe, Neu Mexiko

2009 – 2015 Universität für angewandte Kunst Wien – Bildende Kunst, Klasse Fotografie (Prof. Gabriele Rothemann), Klasse Malerei (Prof. Judith Eisler)

 

Die  Arbeiten von Florian  Raditsch präsentieren Gegenstände, die absichtlich aus ihrem ursprünglichen Umfeld, ihren Zusammenhängen und Orten entfernt wurden und in einer reduzierten und neutralen Umgebung ausgestellt werden, was Formen, Bewegungen und Körperlichkeit dieser Gegenstände betont. Die Absicht dieser Verfremdung ist die Abänderung der zuvor inhärenten Bedeutung des betrachteten Gegenstands. Obwohl sie zunächst figürlich sind, bleiben diese rekonstruierten Formen nur auf den ersten Blick so und lassen rasch ein Feld winziger Linien und anderer Feinstrukturen auftauchen, das den Gegenständen eine grosse körperliche Plastizität verleiht und damit die Zweidimensionalität des Mediums transzendiert, in dem sie ausgeführt sind.

Bei seiner Arbeit verwendet der Künstler hauptsächlich Kohle auf handgefärbtem Papier. Dieses Medium ist grob und plump, und seine Verwendung steht im Gegensatz zur technischen Feinheit, mit der er es umsetzt. Er verwendet die Kohle auf neue und unkonventionelle Art, indem er winzige lineare Strukturen aufbaut.

 

 

Oenothera, 2016,

Kohle und Tusche auf handgefärbtem Papier,

61,5 x 44,5 cm

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Die Schläfe, 2016, Kohle auf Papier, 96 x 68 cm

 

Vernissage: Mittwoch, 30.11.2016, 19 bis 21Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Silvie Aigner
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien

Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr 

Dauer der Ausstellungen: 1.12.2016 – 14.1.2017

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Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
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Ausstellung Laura J.Padgett
20. Oktober – 26. November 2016

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Many Told Tales
Laura J.Padgett
Fotografie

Laura J.Padgett

geboren in Cambridge, Massachusetts, USA
lebt und arbeitet in Frankfurt/Main

 

Studium und Lehrtätigkeit

2015 Rankin Visiting Scholar, Drexel University, Philadelphia, PA
2010-present Lehrauftrag für Fotografie und Kunstgeschichte an der Hochschule Rhein Main, Wiesbaden (D)
2003-2007 Lehrauftrag für Fotografie, Film und Kunsttheorie an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main (D)
2005 Lehrauftrag für analoge und digitale Bildbearbeitung, Universität von Paderborn (D)
2001/2002 Lehrauftrag für Kunsttheorie an der Kunstakademie der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz (D)
seit 2000 Mitherausgeberin vom Journal Frauen und Film
1994-99 Lehrauftrag für Fotografie an der Bauhaus Universität, Weimar (D)
1994 Abschluss in Kunstgeschichte, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
1990-92 Lehrauftrag für Film-und Kunstwissenschaften an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main (D)
1983-85 Studien bei Peter Kubelka and Herbert Schwöbel an der Städelschule, Frankfurt/Main
1976-80 Studium der Malerie am Pratt Institute of Art and Design (BFA), Brooklyn, New York

 

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Laura J. Padgett mit – realen und theoretischen –unbesetzten Räumen, um Wahrheiten aufzuzeigen, die oft übersehen werden. Wie ihr Gegenstand besetzt ihre Arbeit selbst die Räume zwischen fotografischer Erzählung und Installation, Sprache und Bild, Geschichte und Zeitgeschehen. Obwohl sie fotografische Medien einsetzt, ist das Ergebnis immer mehr als ein fotografisches Objekt.

Laura J. Padgetts Arbeit befasst sich mit der Welt unserer Wahrnehmung und wie wir die uns umgebenden Dinge abtasten und lesen. Ihre Fotografien sind vielschichtige Beobachtungen unserer Alltagswelt. Es sind Werke, die zwischen Nüchternheit und Traum oszillieren.

Seit den 1990er Jahren hat Padgett eine breite Palette an Arbeiten produziert, wobei sie sich unterschiedliche Genres wie Architekturfotografie, Stillleben und Urban Street Photography aneignete, um unsere Vorstellungen von kollektiven und kulturellen Identitäten zu erforschen.

Charakteristisch ist ihr spielerischer Umgang mit Maßstab, Material und der Art und Weise, wie wir Bilder und ihre Beziehung zur Geschichte interpretieren. Die Bandbreite ihrer Arbeit beweist ihre Fähigkeit, sich nahtlos zwischen unterschiedlichen Genres zu bewegen, wobei sie auf Grundlagen der Malerei, Kunstgeschichte und Architektur zurückgreifen kann.

 

Zur Ausstellung Many Told Tales

Laura J. Padgett’s Fotografien der neuen Bildreihe „Many Told Tales“ sind durchdrungen von subtilen Spiegelungen und Überlagerungen, die das Ergründen des Bildinhaltes intensivieren. Die Fotografin nahm die Bilder in Schausälen des Naturhistorischen Museums, Wien, auf. Durch Tiefe erweitert, erscheinen mit grosser Blende fotografierte Räume und machen das Museum als Gedächtnisspeicher der Natur- und Menschheitsgeschichte visuell erfahrbar. Exponate der Sammlungen dienen dem Ziel exakter wissenschaftlicher Forschung, wie auch der Schaulust des Publikums. Scheinwerferlicht fällt auf die ausgestellten Präparate. Der fotografische Blick von Laura J. Padgett jedoch gibt den Anschauungsobjekten ihr, auch dunkles, Geheimnis zurück und umhüllt sie mit sphärischem Licht und Schatten. „Many Told Tales“ zeigt Raumsituationen und Nahaufnahmen. Diskret in die Bildästhetik eingewoben, findet sich eine Gegenüberstellung: Dauerhaftigkeit der Materie einerseits, und soziale Kulturtechniken heutigen Sehens und technikgestützten Verarbeitens des Wahrgenommenem andererseits.

Auf die Veränderung des Sehens und der Bildererzeugung in der Gegenwart verweisen neben Spiegelung, auch Überlagerungen und Schichtungen des Bildausschnitts. Dadurch verleiht die Künstlerin dem fotografischen Bild wieder jener Körperlichkeit, Substanz und Bildtiefe, die im Zuge der Erfindung digitaler Bilderzeugung dem Medium Fotografie entzogen wurde. (Gabriele Detterer)

 

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Afterglow, 2016,
73,5x49cm, Print, Fotokarton Koh-i-Noor 300g

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Behind Closed Doors, 2016,
49x73,5cm, Print, Fotokarton Koh-i-Noor 300g

Downloadd  

o.T., 2016
49x73,5cm, Print, Fotokarton Koh-i-Noor 300g

Downloadd  

Return to Normalcy, 2016
49x73,5cm, Print, Fotokarton Koh-i-Noor 300g

 

 

Vernissage:  Mittwoch, 19.10.2016, 19 bis 21Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Petra Noll – Hammerstiel

Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 20.10. bis 26.11.2016

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ersuchen herzlich um Ankündigung/ Berichterstattung!

Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
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Ausstellungen Judith.P.Fischer und Johann Feilacher
8.September – 15.Oktober.2016

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hoch.STAPELEI
Judith.P.Fischer
Zeichnungen und Objekte

Judith Fischer

In Linz/Oberösterreich geboren.
Lebt und arbeitet in Wien und in Enzersdorf an der Fischa / Niederösterreich  

Ausbildung

Matura am Neusprachlichen Gymnasium in Bruck an der Leitha/Niederösterreich
Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien
Studium der Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien (Mkl. Prof. Wander Bertoni)
Studium für Stimmbildung sowie Lied und Oratorium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien
1990 Diplom für Stimmbildung, Diplom für Lied und Oratorium (Auszeichnung)
1991 Diplom für Bildhauerei (Mag. art.)

 

Judith.P.Fischer ist in der Kunstwelt für ihre von der Natur inspirierten Skulpturen, Installationen und Objekte bekannt, die sie aus Materialien wie Latex, Silicon oder elastomeren Schnüren anfertigt.

In ihren frühen Werken in den 1990-er Jahren steht der menschliche Körper, seine einzelnen Teilen und deren Umgestaltung im Fokus ihrer Arbeit.

Besonders ausdrucksstark sind hybrid erscheinende Objekte bei denen menschliche, tierische oder vegetabile Formen in der Art eines Hyronimus Bosch kombiniert werden.

Eine bedeutsame Rolle bei all ihren Arbeiten spielt die Wechselbeziehung von harten und weichen Elementen. Sie kombiniert weiche, künstliche Materialien mit Beton oder Stahl. Und so vermitteln zu Schleifen gebogener Stahl  und Beton Weichheit, während das weiche Silikon mit seinen Spitzen scharf und hart wirkt.Organische Formen erscheinen kristallin ohne jedoch zur Gänze ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zu verlieren.

Sie wirken wie eingefroren in einem Zwischenstadium bevor sie gänzlich versteinern, die Verbindung von Belebtem mit Unbelebtem mag auf den Betrachter irritierend, keineswegs aber erschreckend wirken.

Stark ist die Gegensätzlichkeit  von Oberfläche und Innenraum, von Sichtbarem und Ahnung. So können die gelben Evolas an überlebensgroße Zitronen erinnern, sie könnten aber auch Eier eines absonderlichen Lebewesens sein, die graue Cascade ergießt sich aus der Wand wie aus einem großen Rohr.

Aufgeblasen scheinen die in der Zeichnung aufeinandergeschichteten Pölster zu sein, weich und leicht zugleich schweben sie zwischen einem Oben und einem Unten. Noch intensiver wird dieser Eindruck in der Zeichnung  this is not a rabbit, bei der die dunkle und die helle Seite klar abgegrenzt sind, die Pölster wie Spiegelbilder komplementär zueinander liegen.

Und auch wenn die Silhouette entgegen dem Titel an einen Hasen erinnert, die Knöpfe der Pölster könnten die Augen eines unheimlichen Tiefseefisches sein. (Vasja Nagy)

 

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Judith.P.Fischer, Rapsgelb II, 2016,
Foto gerahmt
© Judith.P.Fischer

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Judith.P.Fischer, hochSTAPELEI II (empilable II), 2016
145 x 160cm, Bleistift auf Papier
© Judith.P.Fischer

 



Eigentlichkeiten

Johann Feilacher
Skulpturen


Johann Feilacher
Geb. 1954 in Villach, Kärnten
Studium der Medizin in Graz
Arbeitet seit den 1980er-Jahren als Bildhauer
seit 2006 künstlerischer Leiter de Museum Gugging
2011 Ernennung zum Professor

Beim Namen Johann Feilacher denken wir zunächst sofort an monumentale Holzskulpturen. Viele dieser Skulpturen finden sich in an öffentlichen Orten oder in Parks in Österreich und weltweit.

Diese großen Bäume  und  gewaltige Stämme erfordern eine spezielle Herangehensweise, die spezifische Bedeutung des Werkstoffes für Johann Feilacher ist unübersehbar. Die Bearbeitung der Stämme mit der Kettensäge hinterlässt eine raue Oberfläche und legt die Fasern frei, zeigt die Dichte und Härte des Holzes. 

In einem weiteren Schritt werden manche der Skulpturen bewusst äußeren Einflüssen  wie Wetter, Insekten etc. ausgesetzt um eine Änderung der Färbung, der Textur oder Struktur des Holzes zu erzielen.

Im extremsten Fall wird der gänzliche Zerfall und das Verschwinden des Werkes in Kauf genommen oder, und dies zeigt den konzeptuellen Ansatz in Feilachers Werk, auch geplant.

Einige de Arbeiten werden gefärbt, wobei Johann Feilacher hier eine ganz bestimmte rote Farbe einsetzt. In den meisten Fällen werden sie mit einem Schneidbrenner  gebrannt. Diese Technik erlaubt es dem Künstler, die Schwärzungen mit höchster Präzision zu setzen.

Die Handschrift, die der Künstler auf seinen Skulpturen hinterlässt ist präzise, aber rau, nahezu gewalttätig. Dies lässt den Betrachter bei manchen Arbeiten an primitive Kunst denken.

Eine Gruppe von Arbeiten ist von ozeanischen Masken beeinflusst, eine andere Gruppe von Schildern, eine andere von Äxten aus der Steinzeit. Diese ursprünglichen Darstellungen erzählen Geschichten der Erde, Geschichten von Zeit und Leben. Sie tragen das Wissen, die Schönheit und das Geheimnis einer vergangenen Epoche, das für zukünftige Generationen aufbewahrt werden soll und zeigen uns in einfachen Figuren das jetzige Leben. Auf den ersten Blick wirken die Skulpturen erhaben, von der Nähe betrachtet sind sie warm und vertraut.

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Johann Feilacher, Pfeil 2, 2016
cotonwood, 201 x 60 x 65 cm
© Johann Feilacher, Foto Martin Seidenschwann

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Johann Feilacher, Citta, 2006
elm, 42 x 60 x 60 cm
© Johann Feilacher, Foto Martin Seidenschwann

 

Vernissage:  Mittwoch, 7.9.2016, 19.00 bis 21.00 Uhr

Zu den Ausstellungen spricht Nina Schedlmayer

Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 8.9. bis 15.10.2016

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ersuchen herzlich um Ankündigung/ Berichterstattung!

Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
Pressefotos: Zur freien Verwendung ausschließlich im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellungen

 

Presse Information

Ausstellungen Giovanni Rindler und Brigitte Trieb
19. Mai bis 9. Juli 2016

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Form
Giovanni Rindler
Skulpturen

Giovanni Rindler
1958 geboren in Bruneck, Südtirol
1974-79 Holzbildhauerlehre und Gesellenzeit in Südtirol
1979-81 Meisterschule für Bildhauerei in Graz (Josef Pillhofer)
1982-86 Akademie der bildenden Künste (Joannis Avramidis) - Diplom
seit 1986 freischaffend in Wien

Preise
1985 Theodor-Körner-Preis
1986 Meisterschulpreis
1992 Sonderpreis Brunnenwettbewerb, Krems
1993 Ausführung des Denkmales 700 Jahre St. Vigil

Die Steine und Bronzen von Giovanni Rindler zeigen die Suche nach Balance, die Figuren drehen sich um Horizontale und Vertikale. Sie bieten verschiedenste, immer neu zu entdeckende Ansichtsseiten. Der Künstler gestaltet Schönheit, ohne jedoch die fundierte und bodenständige Grundausbildung und Technik in der Tradition der Grödner Bildhauer zu verleugnen.
Giovanni Rindler ist unabhängig, er sucht nicht etwas „Neues“, er setzt auf das Statische, dem er eine Schwerelosigkeit entgegensetzt, sodass seine Arbeiten zwischen Bewegung und selbstgenügsamer, abgeschlossener Realität zu schweben scheinen. Die Reliefs und Skulpturen vermitteln ein Gefühl der Harmonie.
So findet sich in seinen Arbeiten einerseits die konzeptionelle Strenge der Avramidis-Schule in der Verortung von senkrechter und waagrechter Achse als auch Eindrücke seiner Zeit bei Josef Pillhofer, der dem Künstler "die Augen aufgemacht" hat mit dem Ergebnis, dass dem rein Statuarischen nun eine Schwerelosigkeit gegenübersteht, die das formal eigenständige im Werk Rindlers kennzeichnet.

 

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Giovanni Rindler, Dora, 2015
Bronze 1/3, 160 x 50 x 50 cm
© Giovanni Rindler, Foto Martin Seidenschwann

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Giovanni Rindler, Kopf, 2009
Bronze, Unikat, 38,5 x 27 x 9 cm
© Giovanni Rindler, Foto Martin Seidenschwann

 

 

In der Ausstellungsreihe KUNST IM KABINETT zeigen wir


und Farbe

Brigitte Trieb
Malerei


Brigitte Trieb
1965 geboren in Weiz, Steiermark
Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Graz
Studium der Bildhauerei an der Hochschule für künstlerische Gestaltung in Linz und an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Diplom 1990
Lebt und arbeitet in Wien und Südtirol

Preise
1987 Anerkennungspreis des Aquarellwettbewerbes Sinaide Ghi, Rom
1988 Theodor Körner Preis

Immer wiederkehrendes Motiv der kräftigen Ölbilder von Brigitte Trieb ist die Frau, die entweder auf Reisen oder in Innenräumen dargestellt wird.
Die dargestellten Frauen entspringen der Erinnerung von Brigitte Trieb, der Erinnerung an Situationen, Plätze, Begegnungen, Landschaften. Die Stücke dieser Erinnerungen werden zu neuen Situationen zusammengestellt, nur wenige Bilder erzählen tatsächliche Begebenheiten.
Sie malt das, was sie interessiert.
Auf den ersten Blick erscheint dem Betrachter eine ruhige, friedliche Atmosphäre. Je länger man sich aber auf ein Bild einlässt, desto mehr schleicht sich in die idyllische Stimmung eine ungewisse Spannung ein, die Augen der Dargestellten blicken ins Leere, sie scheinen von einer geheimnisvollen Einsamkeit umgeben zu sein, ihre Haltung, vor allem die der Hände, wirkt gekünstelt.
Die besondere Stimmung in Brigitte Triebs Bildern, die Emotionen, die sie hervorrufen, ist dem Einsatz der kräftigen Farben zuzuschreiben, auch wenn sich in den neueren Arbeiten ein leichter Schleier über die sonst starke Abgrenzung der Figuren und Gegenstände legt.
Neben den Frauen sind Gegenstände, Tiere oder Pflanzen abgebildet, die in der Kunstgeschichte mit verschiedenen Bedeutungen aufgeladen sind, die Künstlerin überlässt es dem Betrachter, dieser Symbolik nachzugehen. Brigitte Trieb gibt keine Antwort. In ihren Arbeiten blitzt jedoch eine leise Ironie auf, eine besondere Form des Humors, der uns zeigt, dass sie nicht alles ernst nimmt und sich und uns zu Komplizinnen der Frauen macht.
Ergänzt wird die Ausstellung der Künstlerin durch Zeichnungen, die in Triebs Arbeiten eine wichtige Rolle spielen.

 

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Brigitte Trieb, November, 2014
Öl auf Leinen, 90 x 70 cm
© Brigitte Trieb, Foto Martin Seidenschwann

 

 

Vernissage: Mittwoch, 18.5.2016, 19.00 bis 21.00 Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Silvie Aigner
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 19.5. bis 9.7.2016

 

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Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
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Ausstellungen Gottfried Ecker und Robert Bodnar
7. April bis 14. Mai 2016

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Poussins Bühne
Gottfried Ecker
Objekt, Malerei und Zeichnung

Der in Wien lebende Künstler Gottfried Ecker beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit der malerischen und plastischen Schaffung von Bildräumen.

Wie schon Pablo Picasso, Francis Bacon oder Markus Lüpertz hat sich auch Gottfried Ecker mit Nicolas Poussin, einem der bedeutendsten Maler des französischen Barock, intensiv auseinandergesetzt. Poussin entwickelte seine figürlichen Kompositionen anhand von Wachsmodellen, die er in einer Art Guckkasten arrangierte, um räumliche Konstellationen, Größenverhältnisse, Architekturen und Perspektiven zu visualisieren.

Ecker schafft mit dem Objekt “Poussins Bühne“, einer modifizierten ehemaligen Puppenküche, eine vergleichbare Situation, in der er Konstellationen von Figuren und Objekten szenisch aufbaut und in einem zweiten Schritt malerisch umsetzt. Die Radierungen und Aquarelle der Serie “Kopfschleuder“ bereiten seit 2002 diese für Ecker so typischen Raum- und Bühnensituationen der aktuellen Arbeiten vor.

Dass sich Ecker auch mit Poussins Farbpalette beschäftigt hat, zeigt ein „hands-on“- Objekt, mit dem die Besucher individuelle Farbkombinationen einstellen können. Die mythologischen, allegorischen oder religiösen Themen Poussins finden ihren Niederschlag in Eckers Keramiken der “Gänse“, seine Holzplastiken “Sarkophage“ referieren auf die zahlreichen Grafiken Poussins, in denen er antike Sarkophage und Reliefs gezeichnet hat und die mehrteiligen Wandinstallationen aus Leinwänden unterschiedlicher Größe und hölzernen Objekten nehmen Bezug auf Poussins Lichtstimmungen.

Mit seinen facettenreichen Arbeiten schafft Ecker ganz besonders spannungsgeladene Bildräume. Er bricht die idealisierten Landschaften und heroischen Szenerien Poussins auf eine poetische und zuweilen auch humorvoll-spielerische Ebene runter, und setzt das akademisch und formalistisch geprägte Werk des französischen Malers in ein neues Licht.
Hartwig Knack

 

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O. T., (Poussins Bühne), 2015
Graphit, Aquarell auf Papier, 23 x 48,7 cm
© Gottfried Ecker

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Formation 6, vielleicht grün, 2015
Ölfarbe auf Leinwand, Holz, Kupfer, Asche, 5-teilig, 245 x 155 cm
© Gottfried Ecker

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O.T., 2015
Ton, Ölfarbe, Epoxydharz und Holz, 30 x 35 x 46 cm
© Gottfried Ecker, Foto Martin Seidenschwann

 

 

In der Ausstellungsreihe KUNST IM KABINETT zeigen wir


Okkultationen und Transits

Robert Bodnar

Fotografie und Video sind die bevorzugten Medien von Robert Bodnar, der an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Eva Schlegel, Matthias Herrmann und Harun Farocki studiert hat. Seit etwa vier Jahren interessiert sich der in Prag geborene Künstler für Himmelsmechanik. Seinen Arbeiten gehen intensive Beschäftigungen mit astronomischen Phänomenen, physikalischen, naturwissenschaftlichen Theorien und der Beobachtung aktueller Forschung in diesen Wissenschaftsbereichen voraus.

In seiner medienreflexiven Kunst lotet Bodnar stets die Grenzbereiche von Film und Fotografie aus und versucht, die Genres um zusätzliche Ebenen zu erweitern. Wissend, dass Sonnenlicht als Primärquelle Fotografie erst möglich macht und fasziniert von dem Ereignis der Überlagerung von Himmelskörpern, entstand 2016 eine Serie von Fotogrammen, die fiktive aber dennoch realistische Momente von verschiedenartigen Überlagerungen von Himmelskörpern darstellen. 2015 eine Fotoserie, die Momente der Sonnenfinsternis auf der Nordhalbkugel unserer Erde dokumentiert.

In der neuen Arbeit “Himmelsgewölbe“ geht es ebenfalls um die Aufzeichnung himmelsmechanischer Phänomene. Bodnar entwickelt analog zur wissenschaftlichen Vorgehensweise in der Astronomie polare Koordinatensysteme und zeichnet mit Linien Sonnenverläufe nach. Fast scheint es so, dass der Künstler die unvorstellbare Energie von Planetenbewegungen und Sternensystemen aus ihrem chaotischen Urzustand in einen Zustand künstlerischer Ordnung zu transformieren versucht.

Die besondere Materialität dieser neuen Arbeiten besteht in der Verwendung von lichtempfindlichem Material welches eigentlich für die Elektronik-Industrie entwickelt wurde. Das fotografische Bild wird in einem speziellen Verfahren in dünne Kupferschichten geätzt und entfaltet im Kontrast zu mattem Schwarz des Hintergrunds ein Spiel aus metallischen Reflexionen welche das Bild selbst ausbilden. Das Bild scheint aus sich selbst heraus zu leuchten.
Hartwig Knack

 

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Okkultation (Fig. 1) – Studie, 2015
Photolithographie auf Epoxydharz-Glasfasergewebeplatte
51 x 51 cm
© Robert Bodnar

 

 

Vernissage: Mittwoch, 6.4.2016, 19.00 bis 21.00 Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Hartwig Knack
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 7.4. bis 14.5.2016

 

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Ausstellungen Florian Schaumberger und Virginie Bailly
25. Februar bis 2. April 2016

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EISENTLICH
Florian Schaumberger
Skulpturen

Florian Schaumberger
Geb. 1962 in Wien
1980-84 Höhere Graphische Lehr-und Versuchsanstalt
1984-1992 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Prof. Avramidis
Lebt und arbeitet im Waldviertel

Florian Schaumberger, geb. 1962, zählt zu den wenigen Bildhauern, die in der Tradition der österreichischen Eisen- und Stahlplastik stehen. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Joannis Avramidis.
Der gebürtige Wiener lebt und arbeitet mittlerweile ausschließlich im niederösterreichischen Waldviertel, wo das Leben inmitten der nahezu unberührten Thayalandschaft und die ganz persönliche Sorge um die Erhaltung eines intakten, wertvollen Naturraumes seine Arbeit thematisch stark beeinflussen. Kunst als Reaktion auf die Wunden, die der Mensch schlägt, auf Verletzungen, auf grausame Zerstörung und auf das oftmals unfassbare Geschehen unserer Zeit.
Schaumberger arbeitet hauptsächlich mit Eisenplatten, die er in seiner Schmiede eigenhändig biegt, verformt und verschweißt. Eine Serie von großformatigen „Tafelbildern“ entstand, ebenso wie Stelen und eine Reihe von Kleinplastiken.
Mit seinen Großplastiken „Euro 2000“ (Oesterreichischen Nationalbank, Druckzentrum, Wien 9) und dem „Denkmal der Exekutive“, Heldenplatz, Wien 1) oder „Einhorn“ (Immuno -Baxter, Wien 22) schuf der Künstler bekannte Landmarks.
„Die aus einem einheitlich geformten Grundmaterial zusammengefügten Objekte hatten lange Zeit eine gewisse Nähe zur Architektur. Dies hat sich nun zugunsten vegetabiler Formen in den Arbeiten der letzten Jahre verändert. Deren Formensprache ist geprägt vom Leben auf dem Land und von der Wahrnehmung seiner Umgebung.“ (Silvie Aigner)

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Florian Schaumberger,„Detail“
© Florian Schaumberger

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Florian Schaumberger, Fliehendes Pferd, 2001
Eisen
© Florian Schaumberger

 

 

In der Ausstellungsreihe KUNST IM KABINETT zeigen wir


Pareidolie 

Virginie Bailly
Malerei


Virginie Bailly
1976 geboren in Brüssel
1993–1997 Studium der Malerei an der Ecole des arts d’Anderlecht
1998 Studium an der Ecole Supérieure des Beaux-Arts Montpellier (FR)
1995-1999 Studium der Malerei an der Hogeschool Sint-Lukas Brussels
2000–03 Postgraduales Studium am Hoger Instituut voor Schone Kunsten, Antwerpen
Lebt und arbeitet in Brüssel

Die belgische Künstlerin Virginie Bailly lebt und arbeitet in einem der locker besiedelten Vororte von Brüssel, wo die Möglichkeiten der urbanisierten Landschaft noch offen und ungewiss sind. Dieses Gebiet trägt den passenden Namen „petit île“ und bietet den perfekten Treibstoff für ihr bereits sehr umfangreiches, multidisziplinär ausgerichtetes Œuvre.
In der Vide-Plein-Reihe analysiert Bailly das Bild fast anatomisch. Auf ihrem Schneidtisch filetiert sie Fotos von Ruinen, halb abgerissenen Häusern und verwüsteten Orten. Auf ihre ganz individuelle Art zerlegt sie die Struktur des Bildes, sodass nur das Wesentliche übrig bleibt. Mit vielsagenden Pinselstrichen jagt Bailly nicht nur nach dem reinen Wesen des Bildes, sondern erforscht auch die Grundlagen der Malerei selbst: Farbe, Komposition, Auftragen der Farbe und Gestik.
Zusätzlich zum Pinselstrich, der einen Grundbaustein darstellt, ist die Gestik hier von vorrangiger Bedeutung.
Die Gestik nimmt durch Baillys gnadenlose Präzision alle Facetten der Grundlagen in sich auf und ist wie der gefilterte Überrest heterogener Wahrnehmungen. (Floris Dehantschutter)

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Interpuncties P12 (Le Mont Analogue), 2015
Öl und Mischtechnik auf Leinwand, 200 x 180 cm
© Virginie Bailly, Foto Cedric Verhelst

 

Vernissage: Mittwoch, 24.2.2016, 19.00 bis 21.00 Uhr
Zu Florian Schaumberger spricht Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina
Zu Virginie Bailly spricht Nina Schedlmayer, Kunstkritikerin

Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 25.2. bis 2.4.2016




am Dienstag, 15.03.2016, 19.00 Uhr
Julian Schutting liest Texte zur Kunst 

 

 


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Ausstellungen Alfred Czerny und Petra Schweifer
21. Jänner bis 20. Februar 2016

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Rhythmus der Formen
Alfred Czerny
Skulptur und Zeichnung

Alfred Czerny
1934 am 26. März in Wien geboren
1954 Matura am Technologischen Gewerbemuseum, Maschinenbau in Wien
1954–1959 Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Hans Andre und Fritz Wotruba
Mitglied der Wiener Secession
2013 am 7. September gestorben

Preise und Auszeichnungen:
1957 Meisterschulpreis
1961 Förderungspreis der Stadt Wien und des von der Zentralsparkasse errichteten Wiener Kunstfonds
2004 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse

Alfred Czerny gehörte zur großen Bildhauergeneration der Wotrubaschüler. Er wurde 1954 in dessen Meisterklasse aufgenommen.
Das Werk von Alfred Czerny zeichnet sich durch große Variabilität in inhaltlicher und formaler Hinsicht aus.
Als Anliegen des Künstlers kann das Gegen- und Miteinander verschiedener Formen, der Rhythmus zwischen Totem und Lebendigen, zwischen Naturnähe und Abstraktion, gesehen werden. Dies sowohl bei seinen figurativen Arbeiten als auch bei den abstrakten Kleinplastiken.
Besonders in den Kleinplastiken der späteren Jahre, als es ihm nicht mehr möglich war, an großen Steinen zu arbeiten, zeigt sich dieser hohe Grad des rhythmischen Empfindens.
Hier konnte er dem Reichtum der Phantasie freien Raum lassen.
Ergänzt wird die Ausstellung der Skulpturen durch Zeichnungen des Bildhauers, die nicht Vorlagen für seine skulpturalen Arbeiten sind, sondern immer neue Versuche, die Plastik eines menschlichen Körpers zu erfassen. Er formt seine Aktstudien mit großer Kraft, setzt sie dann mit indifferenten geometrischen Formen in Kontrast- auch hier ist ein unvergleichlicher Rhythmus der Formen zu spüren.

Pressebild Download   Alfred Czerny, Formation I (Liegende mit Zunge), 1993
Bronze 1/7, 11 x 27 x 12,5 cm
© Bildrecht Wien, 2016; Foto Martin Seidenschwann

Pressebild Download   Alfred Czerny, Liegende III, 1986
Bronze-13 x 22 x 41 cm
© Bildrecht Wien, 2016

 

 

In der Ausstellungsreihe KUNST IM KABINETT zeigen wir


Geheimes, Dunkles

Petra Schweifer
Malerei


Petra Schweifer
1981 geboren in Eisenstadt
2001 – 2006 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien (Walter Obholzer, Erwin Bohatsch)
Lebt und arbeitet in Wien

2016 Auslandsstipendium der Stadt Wien, Budapest
2012 Artist in Residence, Bucharest AiR, Bukarest
2011 Auslandsaufenthalt in Paris (Zeichenprojekt „cartes postales à Graz-Reykjavìk-Warsawa“)
2009 Auslandsstipendium des Landes Steiermark, Island
2008 Auslandsstipendium des Landes Brugenland, Paliano-Rom

Petra Schweifer malt mit Sorgfalt und Ausgiebigkeit. Ihre Augen sammeln Eindrücke auf, gleichzeitig bleiben Zitate und Sätze, sei es gehört oder gelesen, im Gedächtnis. Und diese Ansammlung an Gedanken und Bildern muss mit den Mitteln der  Malerei verarbeitet werden.
Was wir dann sehen eröffnet uns ein breites Spektrum an Interpretationsmöglichkeiten: Berge, Hügel, Waser, Fabelwesen, Figuren, Verletzungen, verschleierte Fenster oder…? Entscheidend ist jedoch, dass eben all das, was wir sehen, nicht das ist, was wir zu sehen meinen.
Mit den Titeln legt Petra Schweifer uns Fährten: „oben schaut man am Tag nie genau hin“ oder „untertauchen und wieder auftauchen“ oder „das ist Fassade, alles“.
Und dennoch können wir nicht benennen, was wir sehen.
Denn Petra Schweifer geht es nicht um die tatsächliche Übertragung einer Landschaft oder eines Gegenstandes auf die Leinwand. Sie zeichnet aus der Erinnerung, lässt auch Gelesenes einfließen und verzerrt, persifliert, präzisiert, verschleiert, überhöht und vermischt das Dargestellte.
So entstehen Bilder, die uns zart und fein erscheinen oder grob und grausam. All das liegt nah beieinander.

 

Pressebild Download   Petra Schweifer, oben schaut man am Tag nie genau hin, 2015
Mischtechnik auf Papier, Leinen, 150 x 140 cm
© Petra Schweifer, Foto Martin Seidenschwann
Pressebild Download   Petra Schweifer, in der Mitte gebrochen, 2015
Mischtechnik auf Papier, Leinen, 150 x 140 cm
© Petra Schweifer, Foto Martin Seidenschwann

 

 

Als Sonderschau

Franz Fischer
Der vergessene Wotrubaschüler

Pressebild Download   Franz Fischer
Foto Martin Seidenschwann


Franz Fischer

Geboren 1920 in Mährisch Neustadt, heute Unicov, in Tschechien
Studium in den Vereinigten Staatsschulen, Berlin (zwei Semester)
1946 bis 1953 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Fritz Wotruba
1949 Meisterschulpreis
Gestorben am 27.10.1976 in Wien

40 Jahre nach seinem Tod und 30 Jahre nach der letzten Ausstellung seiner Skulpturen auf der Burg Lockenhaus zeigen wir Skulpturen und Zeichnungen.
Fischer war seiner Formensprache nach ein Einzelgänger, schwer durchschaubar. Paul Meissner verglich Franz Fischer 1971 mit Schönberg.
Seine Technik, Gips auf ein Gerüst aufzutragen und dieses meist an den Enden sichtbar zu lassen, verleiht seinen Figuren etwas Skeletthaftes.
Fragmente und Bruchstücke waren ihm gleich wertvoll wie die Gesamtheit.
So gelingt es ihm, archaische Strenge mit fragiler Poesie zu verbinden.
Das Leitmotiv seiner Arbeit könnte sein: Unvollendete Vollendung.

 

 


Vernissage: Mittwoch, 20.1.2016, 19.00 bis 21.00 Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Silvie Aigner
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 21.1. bis 20.2.2016


Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ersuchen herzlich um Ankündigung/ Berichterstattung!

Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
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LOOKING BACK / GOING FORWARD
28. November 2015 bis 16. Jänner 2016

Pressetext Download Pressetext mit Kurzbiografien der Künstler
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In der dritten Ausstellung des Jahres 2015 blicken wir auf unser erstes Vierteljahr als Galerie zurück und laden Sie ein, mit uns gemeinsam in das Jahr 2016 zu schauen.
Neben Skulptur und Objekt zeigen wir Zeichnung und Fotografie.
Die Arbeiten arrivierter Künstlerinnen und Künstler treffen auf neue und junge Positionen.

Virginie Bailly, Robert Bodnar, Maria Bussmann, H.H.Capor, Alfred Czerny, Gottfried Ecker,
Johann Feilacher, Judith.P.Fischer, Stefan Glettler, Joachim Hoffmann,
Rudolf Kedl, Talos Kedl,
Gabriele Kutschera, Julian Palacz, Giovanni Rindler,
Dorota Sadovská, Florian Schaumberger,
Karl Vonmetz, Bruno Walpoth, Michael Ziegler

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Cover der Einladung
© Galerie Straihammer und Seidenschwann

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Joachim Hoffmann, turnaround 1, 2014
© Joachim Hoffmann

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Bruno Walpoth, Giuana
© Bruno Walpoth

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Judith.P.Fischer, Loops
© Judith.P.Fischer

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Karl Vonmetz, Ohne Titel, 2015
© Martin Seidenschwann

Vernissage: Freitag, 27.11.2015, 19.00 bis 21.00 Uhr
Ort: Grünangergasse 8, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 28.11.2015 bis 16.1.2016

 

 

Und an den Adventsamstagen:
take a BREAKfast
am Samstag, 28.11., 5.12, 12.12. und 19.12.2015 von 10.00 – 17.00 Uhr

Galerie Straihammer und Seidenschwann   Galerie Artmark www.artmark-galerie.at
  Hieke Kunsthandel www.hieke-art.com
  Galerie Ulrike Hrobsky www.hrobsky.at
  Galerie Straihammer und Seidenschwann www.galerie-sunds.at

 

 


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Ausstellungen Karl Vonmetz und Stefan Glettler
22. Oktober bis 21. November 2015

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Glanz und Illusion
Karl Vonmetz
Skulpturen

Karl Vonmetz
1950 in Meran geboren
1965–69 Goldschmiedelehre in Meran
1974 Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien
1979 Diplom für Metallgestaltung

Karl Vonmetz ist ein Stahlplastiker. Der Künstler hat an der Angewandten in Wien Metallgestaltung studiert und vorher eine Goldschmiedelehre absolviert. Die Werkstoffe, mit denen er umgeht sind Edelstahl in erster Linie, aber auch Bronze und Kupfer gehören zu seinen Materialien. Seinen minutiös erarbeiteten Formen, die exakter kaum ausgeführt werden können (da geht es um Zehntel und Hundertstel mm) - und hier offenbart sich auch der Goldschmied - liegen im Grunde immer geometrische Figuren zugrunde. Quadrate, Rechtecke, Zylinder und immer wieder der Kreis. Alles Formen, die eine facettenreiche symbolische Ordnung in sich tragen. Betrachten wir nur die Kreisform: Nimbus, Göttlichkeit, Unendlichkeit, Spiritualität usw. Dies kann natürlich nur eine Lesart sein. Die ausgestellten Arbeiten sind allesamt aus Edelstahl gefertigt. Die Farbgebung der Werke erzielt Vonmetz durch ein Bad in Chromsäure. Je länger eingetaucht, desto intensiver die Farbigkeit der Plastiken.
Der Begriff der Unendlichkeit ist seit jeher immer wieder Thema für ihn: Und damit zusammenhängend natürlich der Geistige Raum, die Sphären der Spiritualität. (Hartwig Knack ).

Pressebild Download   Karl Vonmetz, Ohne Titel, 2015
© Martin Seidenschwann


In der Ausstellungsreihe KUNST IM KABINETT zeigen wir

tauweiß

Stefan Glettler
Malerei


Stefan Glettler
1980 in Graz, Steiermark geboren.
2000-05 Studium der Malerei und der Grafik an der Akademie der bildenden Künste, Wien
2005 Diplom bei Walter Obholzer
Lebt und arbeitet in Wien und in der Steiermark.

Stefan Glettler studierte Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste, Wien.
Die Eindrücke der Welt sammelt er um sie mit den Mitteln der Malerei zu verarbeiten. Dabei folgt er keinem starren Gesetz, es gibt keinen geregelten Ablauf. Es entwickelt sich eine künstlerische Arbeit, die durch sich selbst wächst, daraus konkret Bezug nimmt und sich weiter formt. Diese Art des Malens zwingt ihn, über Erfahrungen nachzudenken, ständig gefasst zu sein, etwas Neues lernen zu müssen, sich einer stetigen Überprüfung und Ordnung von Kriterien zu unterwerfen.
In seinen Arbeiten - neben Malerei entstehen verschiedenste Objekte - liegen Grobes und Feines, Filigranes und Brachiales eng beisammen. Das haptische Moment steht dabei im Vordergrund, denn für Stefan Glettler definiert ein Mensch sich auch durch die ihn umgebenden Dinge.
Er selbst sagt: „Mit einer gewissen Portion Verspieltheit, Humor aber auch mit Aggressivität versuche ich mir meine Welt zu erarbeiten.“.

Pressebild Download   Stefan Glettler, o.T., 2015
Tempera auf Leinwand, 145 x 110 cm
© Stefan Glettler, Foto Martin Seidenschwann


Vernissage: Mittwoch, 21.10.2015, 19.00 bis 21.00 Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Hartwig Knack
Ort: Grünangergasse 8/3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 22.10. bis 21.11.2015


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Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
Pressefotos: Zur freien Verwendung ausschließlich im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellungen

 

 

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Neueröffnung Galerie Straihammer und Seidenschwann

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Die Kunststadt Wien ist um einen Begegnungsort reicher: Die Galerie Straihammer und Seidenschwann startet am 9. 9. 2015 um 19.00 Uhr in der Grünangergasse 8 mit zwei Ausstellungen – mitten im alten Wien im charmanten und geschichtsträchtigen „Kipferlhaus“.


Die Eröffnungsausstellung präsentiert mit

Kedl
& Kedl
Figur und Natur
Skulpturen von Rudolf und Talos Kedl

zwei namhafte österreichische Bildhauer. Arbeiten von Rudolf Kedl (1928-1991) und seinem Sohn Talos (geb.1967) sind erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen.


Rudolf Kedl
, Schüler von Fritz Wotruba und zweifacher Vertreter Österreichs bei der Biennale in Venedig (1966 und 1976), war 1956 Mitbegründer der „Künstlergruppe Burgenland" und ab 1986 ordentlicher Professor für Künstlerische Gestaltung an der Technischen Universität Graz. Er zählt zu den bedeutendsten Bildhauern unserer Zeit und orientierte sich in seinen Plastiken aus Stein und Metall stets an der Natur, die ihn umgab. Sein Figurenalphabet ermöglicht die Abstraktion ebenso wie die Rückverwandlung zur Figur.

Talos Kedl erlernte von 1981 bis 1991 die künstlerischen Techniken der Metall- und Stein­bearbeitung im Atelier des Vaters. Nach einem Wirtschaftsstudium nahm er 1997 die künstlerische Arbeit wieder auf. Seine Arbeiten sind aus Kupferblech getrieben und werden mittels Kupferdraht zusammengeschweißt.

Pressebild Download Rudolf Kedl, Cusco, 1988
Bronze, 45 x 45 x 24 cm
© Martin Seidenschwann

Pressebild Download Talos Kedl, Austria`s next Topmodel, 2012
Kupfer geschweißt und patiniert, 168 x 30 x 27 cm
© Talos Kedl



In der Ausstellungsreihe KUNST IM KABINETT zeigen wir

Der zuerst schläft, weckt den anderen.

Zeichnungen von Michael Ziegler

Michael Ziegler wurde 1960 in Wels geboren und lebt und arbeitet heute in Innsbruck. Die Zeichnung steht seit vielen Jahren im Zentrum seines Schaffens. Die Sujets entfalten sich langsam. Der Künstler geht sehr geplant vor, um dann wieder in ein Liniengewirr einzutauchen, in dem Unbewusstes plötzlich an die Oberfläche kommt.

Pressebild Download Michael Ziegler, Mann am Kamin, 2004
Bleistift auf Papier, 21 x 28 cm
© Michael Ziegler


Vernissage: Mittwoch, 9.9.2015, 19.00 bis 21.00 Uhr
Zu den Ausstellungen spricht Prof. Angelica Bäumer
Ort: Grünangergasse 8/3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Di-Fr von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dauer der Ausstellungen: 10.9. bis 17.10.2015






Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ersuchen herzlich um Ankündigung/ Berichterstattung!

Informationen: Roswitha Straihammer, straihammer@galerie-sunds.at
Pressefotos: Zur freien Verwendung ausschließlich im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellungen