Ausstellungen 2017

7. September bis 14. Oktober 2017

Nina Annabelle Märkl
Aggregate und Zustände

 

Objekte und Zeichnungen

 

Maerkl

 

Nina Annabelle Märkls Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Zeichnung, Installation und Skulptur. Sie lösen die Grenzen der Gattungen ebenso auf, wie sich Figur und Gegenstand in zeichenhaftes Kürzel, technisches Fragment in organischen Körper, Erkennen in Nichterkennen, Gegenständlichkeit in Abstraktion, Nähe in Distanz löst. In ihrer Durchlässigkeit erzeugen sie einen Raum, der im Kippmoment zwischen verschiedenen Realitätsebenen oszilliert.

 

 

Eröffnung: Mittwoch,06.09.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  07.09.2017 – 14.10.2017

Zur Ausstellung: Hartwig Knack, Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler

 


7. September bis 14. Oktober 2017

Elfriede Mejchar
Ich habe meine Arbeit immer sehr gern gehabt

 

Fotografie

 

Watson

 

Lange Jahre war Elfriede Mejchar als Fotogran im Bundesdenkmalamt tätig und hat als Topografin unser Bild von der österreichischen Kunst und Architektur beeinusst. Mejchars Atelier und Dunkelkammerarbeit, die sie seit den 1980er Jahren verfolgt ist dagegen stets offen assoziativ und durchdrungen von Eindrücken und Erlebnissen. Die in der Ausstellung gezeigten Collagen entstanden neben ihrer dokumentarischen Arbeit für das Stift Kremsmünster und zeigen ihre Gedanken und Eindrücke vom Leben im Stift.

 

>>>> Artikel zur Mejchar Ausstellung (profil Nr. 35, 28. August 2017)

 

Eröffnung: Mittwoch,06.09.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  07.09.2017 – 14.10.2017

Zur Ausstellung: Hartwig Knack, Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler

 


8. Juni bis 9. September 2017

Jenny Watson
Other Lives

 

Malerei und Zeichnung 

 

Watson

 

Jenny Watson, geb. 1951 in Melbourne beschäftigt sich mit den Problemen der sinnlichen Wahrnehmung - der Realität, der Identität und der Definition des Gegenstandes. Spätestens seit 1993, als sie ihr Land auf der Biennale in Venedig repräsentierte, gehört Watson zu den international bekanntesten Künstlerinnen des australischen Kontinents. Das besondere an ihren Arbeiten ist die Kombination von Malerei, Text und Objekt, sowie das Zusammenspiel von Humor, Ironie und schlichtem aber einprägsamem Sujet.

 

 

Eröffnung:  Mittwoch, 07.06.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  08.06. bis 01.09.2017

Kurator: Hartwig Knack, Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker

 


8. Juni bis 9. September 2017

K.U.SCH.
Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger
Am Rande des Etwas

 

Zeichnung und Installation 

 

 

Der Mensch, eingebunden in die Natur und seine kulturelle Identität, gefangen in gesellschaftlichen Normen und Zwängen, sie kritisierend oder radikal aus ihnen ausbrechend, ist seit jeher das bestimmende Thema im Schaffen der 1972 von Renate Krätschmer und Jörg Schwarzenberger (1943-2013) gegründeten Künstlergruppe K.U.SCH., der 2006 ihr Sohn Sito beigetreten ist. 

Rhythmus, Dynamik und Bewegung sind konstitutive Merkmale der Zeichnungen und Objekte Renate Krätschmers.

In einer Bodenarbeit, die sich zum Teil die Wand des Ausstellungsraums erobert, arrangiert Sito Schwarzenberger unterschiedlichste Zeichen, Symbole, Textfragmente und Fundstücke inhaltlich zu einem übergeordneten Ganzen.

 

Eröffnung:  Mittwoch, 07.06.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  08.06. bis 01.09.2017

Kurator: Hartwig Knack, Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker

Renate Krätschmer und Sito Schwarzenberger sind anwesend.

 


27.April bis 3. Juni 2017

Tony Stegmayer
MENTAL ROTATION

 

Skulpturen 

 

Die ausgestellten Steinskulpturen des im bayerischen Kiefersfelden ansässigen Bildhauers und Videokünstlers Toni Stegmayer thematisieren Wahrnehmung, Bewegung, Offenheit und statische Geschlossenheit. Beim Betrachten seiner kubischen, durch glatte Schnitte und unregelmäßige Bruchflächen charakterisierten Arbeiten der Serie „mental rotations“ stellt sich unvermittelt das Bedürfnis ein, die einzelnen Teile gedanklich in ihre mutmaßlich ursprüngliche Form zurückzuführen. 

Die Skulpturen der zweiten ausgestellten Werkgruppe der „Konstellationen“, die sich aus seriellen Steinquadern und -stelen bilden und für jede Ausstellungssituation neu angeordnet werden können, erobern sich den Galerieraum in Form chaotisch angeordneter Anhäufungen, als symmetrisch organisierte Blöcke oder einzelne Stelen. Durch gezielt gesetzte Schnitte und kontrollierte Brüche im Material beugt Stegmayer die Massivität der Steinkuben und scheint sie damit aus der statischen Balance zu bringen.

  

Sowohl Krasimira Stikar als auch Toni Stegmayer arbeiten inhaltlich mit dem facettenreichen Beziehungsgeflecht von Bewegung, Statik, Zeit und Raum.

 

Eröffnung:  Mittwoch, 26.04.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  27.4. bis 03.06.2017

Kurator: Hartwig Knack, Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker

 

 


 

27.April bis 3. Juni 2017

Krasimira Stikar
BEWEGUNG UND STILLSTAND

 

Zeichnung und Installation

 

Krasimira Stikar, 1980 in Bulgarien geboren, absolvierte 2005 ihr Studium bei Peter Kogler an der Akademie der bildenden Künste Wien. 

Stikar zeigt Arbeiten auf Papier, in denen sie Bewegungsabläufe in minimalistisch-konkreter Art und Weise als Bildsequenzen vorführt sowie kurze Videoanimationen, die in geometrisch reduzierter Manier das Themenspektrum Veränderung versus Stillstand und Innen versus Außen thematisieren. Zudem hat Stikar für die Ausstellung eine temporäre Wandmalerei realisiert, in der sie die Serie der „Shaped Canvases“ des US-amerikanischen Künstlers Frank Stella zitiert. Mittels einer linearen Formensprache konturiert und rhythmisiert die Künstlerin die solide Stirnwand des Galerie-Entrees, setzt sie durch Hinzufügen eines Wandsegments gleichsam in Bewegung und öffnet dadurch den Raum.

 

Sowohl Krasimira Stikar als auch Toni Stegmayer arbeiten inhaltlich mit dem facettenreichen Beziehungsgeflecht von Bewegung, Statik, Zeit und Raum.

 

Eröffnung:  Mittwoch, 26.04.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  27.4. bis 03.06.2017

Kurator: Hartwig Knack, Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker

 

9.März bis 21. April 2017

Magnus Pöhacker
STANDPUNKTE



Magnus Pöhacker wurde 1967 in Innsbruck geboren. Er studierte von 1985 – 1991an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse für Bildhauerei bei Prof. Joannis Avramidis und schloss 1991 mit Diplom ab. 1991/1992 setzte er seine Studium der Medailleurkunst und Kleinplastik fort und begann sich mit Druckgraphik an der Meisterklasse für Druckgraphik bei Prof. Maximilian Melcher an der Akademie der bildenden Künste in Wien zu beschäftigen.

Er ist seit 1991 freiberuflicher Bildhauer und Graphiker. In seiner Arbeit geht es um menschliche Körper, die der Zeit unterworfen sind, die sich bewegen, verändern oder mitten in der Bewegung verharren.

Die Ausstellung STANDPUNKTE zeigt uns die narrativen Elemente in der Bildhauerei Wir finden Köpfe, Torsi und Körper, liegende, sitzende und stehende, bedrängte, einbeinige und stolze, nach unten gedrückte und aufrechte; wir finden runde und kantige Formen, glatte und rissige, Formen aus Beton oder Metall.

Es ist, als ob der Künstler lange Reisen in die Ferne oder Nähe gemacht und uns nun behauene Bilder mitgebracht hätte. Köpfe, die sich aus ihren Sockeln herauswinden und sich über die Erde erheben; stolze, ruhige Köpfe Figuren, die schwerelos zu schweben scheinen, andere, die sich kaum oder nicht mehr erheben können, und wiederum andere, die in ihren Sockeln zu stecken scheinen, festgehalten von einer unsichtbaren Kraft.

Magnus Pöhacker ist ein schweigender Künstler, umso beredeter sind die Titel seiner Werke wie etwa Blockhafter Torso, Überstreckter Kopf, Kleine Einbeinige, Kopfstele und vieles mehr. Jede Skulptur hat, je nach Beleuchtung und Blickwinkel, eine nahezu unendliche Fülle von Aspekten und Erscheinungsformen und erzählt uns Geschichten von Gefühlen, Freundschaften, Leidenschaften und den archaischen Rhythmen des Lebens und Sterbens, denen wir ausgesetzt sind.

Eröffnung:  Mittwoch, 08.03.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  9.3. bis 21.4.2017

 


 

9.März bis 21. April 2017

Anna Khodorkovskaya
OVERFLOW



Wir alle versuchen, den lästigen „Mist“ des Alltags loszuwerden: Werbeprospekte, billige Zeitschriften, gebrauchte Verpackungen und alte, wertlose Dinge. Diese werden zwar von der Gesellschaft selbst produziert, werden aber als physischer und visueller Müll empfunden. Sie schreien danach, weggeworfen und vergessen zu werden.

Für die Künstlerin Anna Khodorkovskaya findet sich im Abfall des Alltags manchmal Lohnendes. Sie sieht sich diese „Bruchstücke“, diese Fragemente näher an. Haben sie abgesehen von ihrer offensichtlichen Bedeutung noch eine andere Aussage?

Gewöhnlich wird angenommen, dass Kunst und alltägliche Gegenstände verschiedenen Ordnungen angehören, und doch durch eine gemeinsame Distinktion verbunden sind. Kunst wird nicht einfach dadurch Teil des Alltags, dass über sie reflektiert wird, und das Einbeziehen von Kunst in den Alltag macht diesen nicht zu einer künstlerischen Praxis. Dieser Abstand zwischen den Künsten und dem Alltag ist der Ausgangspunkt dieser Arbeiten. Die Reduktion der semantischen Funktion von Materialien, deren ursprünglicher Zweck es war, als Informationsmedien zu dienen, ermöglicht es, die Aufmerksamkeit auf ihre visuellen und emotionalen Komponenten zu fokussieren. Diese Bilder, die manchmal noch erkennbar, manchmal zu völlig abstrakten Kompositionen ausgestaltet sind, funktionieren in der Sprache unserer Alltagsästhetik und lösen die Unterscheidung zwischen Kunst und Alltag auf, werden dadurch zu einem Weder-Noch, bilden den Horizont eines Augenblicks der Neutralität, der auf das Dazwischen seiner konstituierenden Elemente angewiesen ist und sich doch deutlich von seinen Komponenten unterscheidet.

Eröffnung:  Mittwoch, 08.03.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Dauer der Ausstellung:  9.3. bis 21.4.2017

 


 

19.Januar 2017 - 4. März 2017

JUDITH SAUPPER
möglichkeit erinnerung




Es heißt, dass der menschliche Geist die Gegenwart als Zeitspanne von drei Sekunden wahrnimmt – alles, was länger zurückliegt, ist bereits Vergangenheit. Heute: nicht mehr (2016) besteht aus Zeichnungen und Collagen im Mittelformat, die die Veränderung einer unmittelbar wahrgenommenen Landschaft zeigen, da sie bereits zur Erinnerung wird, in die sich auch andere, zufällige Gedanken mischen. In jeder dieser Zeichnungen findet sich ein Stern, der die Distanz in Zeit und Raum symbolisiert. Fotografien von Kristallen (Zeolithen), eine der ältesten Objekte des Universums, von denen uralte Erinnerungen ausgehen, tauchen aus einer fernen Dunkelheit auf und begleiten die Collagen. Das wahrscheinlich fragilste Stück der Ausstellung ist The Inbetweens, oder Flughunde als Luftpoeten (2015), ein in der Luft schwebendes Objekt. Es macht den Eindruck, als könnte es verschwinden, während es betrachtet wird. Viele Fotografen haben sich bemüht, einen Augenblick einzufangen, ihn einzufrieren, doch nur wenigen ist es gelungen, die Gleichzeitigkeit von Spannung und Einbindung zu erfassen. Judith Sauppers Objekt ist kein erstarrter Augenblick; das wäre unmöglich. Es besitzt eine Form und ist in seiner Totalität wahrnehmbar, die aber gleichzeitig nicht endgültig und unmöglich festzuhalten ist. Es ist nur ein Zeitfragment, bei dem die Möglichkeit weiteren Fließens offen bleibt. Andererseits kann der menschliche Geist aus der zeitlichen Distanz Erinnerungen organisieren und eine Ordnung in die Vergangenheit bringen, was im Chaos der Gegenwart nicht möglich ist. Manchmal kommt es auch vor, dass unsere Einbildungskraft Erinnerungen konstruiert, sie versucht dadurch, die Vergangenheit sinnvoller und harmonischer zu gestalten. In Extremsituationen kann dieser Prozess Nostalgie auslösen. O.T. (Gute alte Zeiten II) (2010) ist eine Skulptur einer solchen möglichen Erinnerung aus dem vergangenen Leben, doch statt Schönheit und Ordnung, einer utopischen Vision, sieht sie aus wie eine verlassene Behausung. Unter ihrem Glassturz scheint sie etwas Kostbares zu sein, wie es persönliche Erinnerungen gewöhnlich sind. Sie sieht nicht aus wie ein Ort, an den man zurückkehren wollte und an dem man sich wohlfühlen würde. Sie zeigt einfach humorvoll, wie gut die „guten alten Zeiten“ tatsächlich waren, als sie noch nicht alt waren.

 

Judith Saupper wurde 1975 in Feldkirch, Vorarlberg geboren. Im Jahr 2004 schloss sie ihr Studium der Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für Angewandte Kunst Wien ab. Seit 2002 wurden ihre Kunstwerke in einer Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Sie erhielt diverse Preise und Stipendien. Ihre Werke befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen. Judith Saupper lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

Eröffnung:  Mittwoch, 18.01.2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Zur Ausstellung: Elsy Lahner, Albertina
Judith Saupper ist anwesend

Dauer der Ausstellung: 19.Januar 2017 - 4. März 2017