Elfriede Mejchar

 

Zum einen werden Arbeiten aus dem Zyklus „Künstler bei der Arbeit“ von 1954 bis 1961, ihrem ersten großen Porträt-Werkzyklus gezeigt, zum anderen aus dem Genre der Industriefotografie in Österreich, der untrennbar mit dem Namen Elfriede Mejchar verbunden ist.

Schon in ihrer Frühzeit war das Porträt eines der wichtigen Themen von Elfriede Mejchar. Durch Tätigkeiten für die Secession lernte sie viele junge Künstler und Künstlerinnen, Maler und Bildhauer, kennen. Sie besucht sie in den Ateliers und proträtiert sie auf die ihr eigene Art und Weise. Die so entstandenen entstehenden Künstlerporträts von zeigen die Künstler in ihrer Arbeits-und Lebenswelt in den Ateliers: „Ich habe so einen eigenen Begriff von Porträt“, sagt die Künstlerin heute. Gezeigt werden Porträts der Bildhauer der Wotruba Schule, wie etwa Wotruba selbst, Leinfellner , Pillhofer u.a.

Nach ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit für das Bundesdenkmalamt und der Dokumentation von Kunstdenkmälern war es nur ein kleiner Schritt zur Dokumentation von Industriedenkmälern. Sie fotografierte Fabriken, Maschinen, Eisenbahnbrücken, Schmieden, Brauereien und vieles mehr mit dem nüchternen Blick einer Topografin. Sie will nicht hinter die Dinge blicken, das Dickicht der Oberfläche genügt ihr. Dieses Dickicht versteht sie auf einzigartige Art darzustellen und es gelingt ihr „Dahinschwindendes zu bewahren.“ (O. Breicha)
Gezeigt wird eine Auswahl dieser Fotografien, die noch nie ausgestellt waren.