Joachim Hoffmann

 

Die Arbeiten von Joachim Hoffmann entstehen in einem offenen Arbeitsprozess, in dem sich aus der groben Idee eine Form entwickeln kann. Zu Beginn steht ein intuitives Wissen um die

Form, das Ergebnis bleibt bis zuletzt offen. Wesentlich für Joachim Hoffmann ist das Experimentieren mit neuen Materialien, das Ausloten der Grenzen des Materials, vor allem bei den mit zahlreichen Durchbohrungen bearbeiteten Steinen.

Für seine neuesten Arbeiten verdichtet er Bauschaum zu ephemeren Objekten, die durch ihre organische Ästhetik beeindrucken.

Alle seine Skulpturen zeichnet eine Grunddynamik aus, die sich aus dem Spannungsfeld von Bewegung und Gegenbewegung ergibt. Besonders stark kommt das bei  seinen glatten ästhetisch geschwungenen Kunstharzobjekten zum Tragen.

Diesem Rhythmus der Form kann sich der Betrachter nur schwer entziehen. Die Formen der Skulptur sind nur schwer festmachen, durch jede Blickposition auf die Skulptur bekommt die Oberfläche eine andere Richtung, ergeben sich neue Einblicke und Durchblicke.

Wir sind aufgefordert, uns dieser Rhythmik zu überlassen, unsere Sehgewohnheiten in Frage zu stellen und neuen Eindrücken zu begegnen.

Für den Künstler ist das Prozesshafte an der Arbeit die spannende Herausforderung. Eine Herausforderung, die manchmal auch zum Umarbeiten oder, im äußersten Fall, zum Verwerfen der Skulptur führen kann.