Franz Xaver Ölzant

Franz Xaver Ölzant (*1934 Steiermark) hat in seinem sechs Jahrzehnte andauernden Schaffen als Bildhauer konsequent das Erscheinungsbild seiner Werke vor die Erkennbarkeit seiner eigenen künstlerischen Handschrift gestellt. Ein Charakteristikum, das sich im Verlauf seiner langen Laufbahn als Künstler erkennen lässt, ist die Tatsache, dass Ölzant immer mit verschiedensten Materialien gearbeitet hat, beispielsweise Bronzegüssen, Gipsmodellen, Aluminiumplatten und Drahtkonstruktionen.

Der Künstler hat im Verlauf seines bildhauerischen Schaffens eine Entwicklung weg von figurativen Werken, die er während seiner Studienzeit an der (damaligen) Akademie für angewandten Kunst produzierte, hin zu amorphen und vegetativen Werken vollzogen.

Ein immer wiederkehrendes Motiv bei Franz Xaver Ölzant ist das Unvollkommene: Löcher, Wölbungen, Knoten, Unebenheiten und Risse sind die bestimmenden Merkmaler vieler  seiner Werke. Seine Skulpturen, welche in die Gattung der Organischen Abstraktion eingeordnet werden können, haben im Laufe seines künstlerischen Schaffens an Größe und Monumentalität gewonnen, ebenso sind seine Werke oftmals kantiger und dynamischer geworden.